Treuer Hund wartet jahrelang an gleicher Stelle auf sein Herrchen, nach vier Jahren werden sie vereint

Treuer Hund wartet jahrelang an gleicher Stelle auf sein Herrchen, nach vier Jahren werden sie vereint

Egal ob man mit dem Auto fährt, mit dem Fahrrad, zu Fuß unterwegs ist oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, es ist dabei ganz normal, dass man auf dem Weg zur Arbeit und wieder nach Hause immer wieder den gleichen Leuten begegnet. Vielleicht tauscht man irgendwann sogar ein paar Höflichkeiten aus wie z.B. ein Hallo oder Guten Morgen. Was macht man aber, wenn einem ein bekanntes Gesicht verdächtig vorkommt? Genau das passierte einem Facebook-Benutzer.

Die meisten Menschen nutzen Facebook, um dort alles Mögliche und viele Fotos von sich selbst zu teilen, dieser Benutzer nutzte das Social Network aber für etwas anderes. Jeden Morgen auf seinem Weg zur Arbeit sah er das gleiche Bild und langsam kamen ihm dabei einige Zweifel. In der thailändischen Stadt Khon Kaen teilte ein Facebook-Benutzer ein Foto, das schon sehr schnell viel höhere Wellen schlagen sollte, als er jemals für möglich gehalten hätte.



Die gleiche Stelle

Der Mann, der das Foto teilte, fuhr jeden Tag die gleiche Strecke zu seiner Arbeitsstelle. An einer bestimmten Kreuzung bemerkte er aber etwas Seltsames. Dort sah er jeden Tag den gleichen Hund am Straßenrand sitzen. Jeden Tag kam er an dem Hund vorbei, der dort an der Kreuzung saß. Der Vierbeiner schaute auch jedes Mal in die gleiche Richtung, als würde er auf etwas warten. Zum Glück konnte man sehen, dass das Tier nicht misshandelt wurde; er sah sogar richtig gut gepflegt aus.



Gefüttert

Als der Mann eines Tages beschloss, Fotos von dem Hund zu machen, den er jeden Tag dort an der gleichen Stelle sitzen sah, kam eine Frau angelaufen. Als sie näher kam, sah er, dass sie Hundefutter und Wasser bei sich hatte. Ihm fiel zudem auf, dass sie den Hund Leo nannte. Als der Mann sie aber fragte, warum Leo jeden Tag dort so treu am Straßenrand sitzen würde, konnte sie ihm darauf keine Antwort geben. Das Ganze blieb ein Geheimnis.

Die Frau namens Saowalak sagte, dass sie Leo vor einigen Jahren an dieser Stelle gefunden hatte. Damals war es ihm sehr viel schlechter gegangen. Sie hatte Leo mit nach Hause genommen und hatte ihn versorgt, bis es ihm wieder besser gegangen war und er wieder ganz gesund war. Dann war der Vierbeiner eines Tages plötzlich wieder verschwunden gewesen.



Gleiche Stelle

Als Saowalak Leo wieder entdeckte, saß er an der gleichen Stelle, wo sie ihn das erste Mal gefunden hatte. Darum beschloss sie, den Hund dort sitzen zu lassen und ihn ab und zu zu besuchen, um herauszufinden, warum er jeden Tag dorthin ging. Sie brachte ihm regelmäßig Futter und Wasser, aber es schien so, als würde sie sein Geheimnis wohl niemals lüften können.

Der Facebook-Benutzer stellte das Foto und die ganze Geschichte ins Netz, wodurch eine ganze Reihe unerwarteter Ereignisse in Gang gesetzt wurden. Die Geschichte verbreitete sich immer mehr im Internet und erreichte irgendwann auch eine Frau, die über 120 Kilometer von der Stelle entfernt lebte, an der Leo jeden Tag wartete. Als sie das Foto sah, zögerte sie keinen Moment und ging sofort zu ihrer Mutter namens Noi Sittisarn.



Aus dem Fenster gesprungen

Noi erkannte den Hund sofort als ihr eigenes geliebtes Haustier namens BonBon. Sie und ihr Mann hatten BonBon vor vier Jahren auf bizarre Weise verloren. Als sie auf dem Weg zu ihrer Tochter waren, musste ihr Hund aus dem Fenster gesprungen sein, vermutlich bei einem Stopp an einer Ampel. Das hatten allerdings beide nicht bemerkt! Erst viele Kilometer später bemerkten sie, dass die Rückbank des Autos leer war. Sie hatten eine ganze Woche nach BonBon gesucht, aber nach erfolgloser Suche die Hoffnung irgendwann verloren.



Überglücklich!

Vier Jahre lang war BonBon zu der Stelle an der Kreuzung zurückgekehrt, um dort auf sein Frauchen und sein Herrchen zu warten, damit sie ihn wieder abholen würden. Als der Hund seinen alten Namen wieder hörte, wedelte der Vierbeiner glücklich mit dem Schwanz. Zur allgemeinen Überraschung wollte ihnen BonBon aber nicht mit nach Hause folgen. Anscheinend hatte sich ‚Leo‘ auch sehr an Saowalak gewöhnt und wollte sie nicht verlassen.

Die ehemaligen Eigentümer von BonBon beschlossen darum, den Hund bei Saowalak zu lassen, denn sie wollten ihn nicht dazu zwingen, mit ihnen nach Hause zu gehen. Noi und ihre Tochter besuchen ihn aber regelmäßig und bringen alles mit, was Leo/BonBon benötigt und gerne hat.

Die Geschichte hat sehr viele Herzen berührt und zeigt einmal mehr die große Liebe, die Tiere für Menschen entwickeln können. Diese sollte man schätzen! Auch die Facebook-Nachricht des Mannes, der den Hund entdeckt hatte, wurde als Heldentat gefeiert.