Polizei erhält Meldung über Geruchsbelästigung, was sie vorfinden, haben sie noch niemals erlebt!

Wenn du denkst, du hättest schwierige Nachbarn, dann solltest du das hier lesen. Lärmbelästigung wegen einer Mitternachtsparty ist gar nichts verglichen mit dem, was die Nachbarschaft eines kleinen Dorfes in Madagaskar mitmachen mussten. Alles fing mit einem merkwürdigen Geruch an, leider konnte niemand in der Nachbarschaft mit Bestimmtheit sagen, woher der Geruch kam. Der Geruch wurde schnell so intensiv, dass man ihn fast überall im Dorf riechen konnte.

Alle versuchten den Gestank zu ignorieren, aber irgendwann wurde der Geruch so schlimm, dass allen klar war, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmte. Die Anwohner machten sich auf die Suche nach der Quelle und entdeckten ein verlassenes, unbewohntes Haus. Die Nachbarn taten sich zusammen und beschlossen, die Polizei einzuschalten, denn sie trauten sich nicht in das Haus hinein. Niemand wusste, was sie in dem Haus erwarten würde. Was sie dann dort antrafen, hatte niemand erwartet



Aufgrund des guten Rufes des betreffenden Ortes, an dem sich das Haus befand, zweifelte die Polizei, dass es sich bei dem Vorfall um einen möglichen Mord handeln könnte. Sie entschieden sich, Randrianjafizanaka von Wildlife Komitee anzurufen, für den Fall, dass der Gestank etwas mit Tieren zu tun haben könnte. Als sie bei dem Haus eintrafen, konnten sie den Gestank nicht richtig zuordnen. Auch Randrianjafizanaka hatte keine Erklärung, um was sich dabei handeln könnte, darum machte er sich auf das Schlimmste gefasst.



Das verlassene Haus sah von außen noch recht gut aus. Alle wunderten sich, warum jemand so ein Haus seinem Schicksal überlassen sollte. Die Polizei kontrollierte, ob es möglicherweise zum Verkauf angeboten wurde, das war aber nicht der Fall. Sie entschieden sich dazu, das Haus zu inspizieren… im Haus war es so still, dass man eine Nadel hätten fallen hören. Der Gestank war allerdings so unbeschreiblich, dass einigen Polizisten schlecht wurde. Noch war nichts Verdächtiges zu sehen, darum setzten sie ihre Suche im Haus fort.



Fast der gesamte Boden war mit lebende Schildkröten bedeckt. Sie hockten so dicht zusammen wie Sardinen in der Dose. Es waren so viele, dass sie den Boden der gesamten Etage bedeckten. Die Polizei war sprachlos, sie konnten es kaum glauben. Die Polizei hatte keine Ahnung, woher die ganzen Tiere kamen. Sie konnten sich kaum im Haus bewegen, weil überall Schildkröten auf dem Boden waren.



Der Polizei war klar, dass sie so schnell wie möglich dafür sorgen musste, dass die Schildkröten aus dem Haus geholt und an einen sicheren Ort gebracht werden würden. Den Tieren war übel mitgespielt worden und viele von ihnen befanden sich am Rande des Todes.

Klar war auch sehr schnell, dass es nicht um irgendwelche Schildkröten ging, sondern um eine sehr seltene Art, die Astrochelys Radiata, von der es nur noch wenige Exemplare gibt und die man in freier Wildbahn kaum noch antrifft. Nur noch einige wenige dieser Schildkröten bewohnten die Urwälder von Madagaskar. Die seltenen Tiere werden häufig, wenn sie von Wilderern entdeckt werden, gefangen und dann für viel Geld auf dem Schwarzmarkt verkauft. Möchtest du wissen, wie es endet? Klicke weiter!

Es gab eine Zeit, in der diese Art in großen Zahlen in der Wildnis vorkam, inzwischen sind sie aber zur bedrohten Tierart geworden. Die Zahl der Tiere ging seit dem Jahr 1990 immer mehr zurück, damals gab es noch 12 Millionen der Tiere weltweit. Im Jahr 2010 waren es nur noch halb so viele Tiere. Heute sind nur noch 3 Millionen übrig und trotz der schwindenden Bestände, werden sie weiterhin gefangen.



Insgesamt wurden über 9.000 Schildkröten aus dem Haus gerettet. Leider hatten etwa 1000 Schildkröten die Tortur nicht überlebt, weil sie krank geworden waren und nur schlecht versorgt wurden. Natürlich was es auch etwas Positives, dass so viele Schildkröten dieser seltenen Art entdeckt worden waren, aber alle waren schockiert, unter welchen Umständen die Tiere gehalten worden waren.

Was wurde aber aus den ganzen geretteten Schildkröten? Weil sie ihr ganzes Leben in Gefangenschaft verbracht hatten, konnten sie nicht einfach in der Wildnis ausgesetzt werden, darum werden sie heute von Spezialisten versorgt. Obwohl sie sich also immer noch in Gefangenschaft befinden, sind ihre Lebensumstände heute ganz anders als Martyrium, das hinter ihnen liegt. Sie befinden sich in guten Händen und führen ein friedliches Dasein.