Gleitschirmfliegerin wird fast zehn Kilometer in die Höhe geblasen und dann geschieht etwas Unglaubliches

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Gleitschirmfliegerin wird fast zehn Kilometer in die Höhe geblasen und dann geschieht etwas Unglaubliches

Ewa Wisnierska war als die beste weibliche Gleitschirmfliegerin der Welt bekannt und kämpfte erneut um den Titel der Weltmeisterin im Gleitschirmfliegen. Als aber die Deutsche in ein Unwetter über der australischen Savanne geriet, verlor sie die Kontrolle über ihren Schirm.

Wisnierska wurde vom Sturm hin und her geworfen und tausende Meter in die Höhe gezogen. Um sie herum war es vollkommen dunkel, es blitzte, hagelte, der Wind zerrte an ihr und die eisige Kälte der Stratosphäre umgab sie. Was sie dann tat ist bis heute legendär.



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Warnung

Die deutsche Gleitschirmmeisterin Ewa Wisnierska stand zusammen mit 200 andere Gleitschirmfliegern auf den Gipfel von Mount Borah, in New South Wales, Australien. Sie machten sich bereit für ihr Training für die Gleitschirmweltmeisterschaften, die eine Woche später stattfinden sollten. Als alle gerade so weit waren, loszufliegen, erhielten sie eine Warnung.



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Aufsteigen


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Dunkler Horizont

Während Ewa Wisnierskas GPS-Tracker all ihre Bewegungen mitverfolgte, erschienen plötzlich direkt vor ihr zwei Unwetterzellen.



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Suche

Die anderen Gleitschirmflieger beschlossen abzubrechen, als sie die drohenden Wolkentürme sahen. Sie wollten lieber landen, als durch diesen bedrohlich aussehenden Sturm zu fliegen.



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Notlandung

Ewa Wisnierskas Freund, der österreichische Gleitschirmflieger Gerald Ameseder, richtete seine Füße Richtung Boden aus, um auf diese Weise genügend G-Kraft zu produzieren, um von den Wolken wegzukommen.



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Wirbelwind


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Im Herz


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Hagelkörner

Während Ewa Wisnierska in eine gigantische schwarze Sturmwolke hineingesogen wurde, sank auch die Temperatur schnell ab.

Sie schwebte in unglaublicher Höhe und zitterte unkontrolliert. Es gab nichts, was sie unternehmen konnte, um das weitere Aufsteigen ihres Schirms zu unterbinden. Sie wurde von riesigen Hagelkörnern von der Größe einer Orange getroffen. Es gab zu jenem Zeitpunkt keinen Weg aus dem Sturm heraus.



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50 Grad unter Null

In tauenden Metern Höhe verlor Ewa Wisnierska wegen des Sauerstoffmangels schließlich das Bewusstsein.



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Hirnschaden

Bewusstlos und ohne Sauerstoff gefror ihr Körper bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt.

Jede Minute, die verstrich, brachte Ewa dem Tod ein Stück näher. Und wenn sie es doch überleben sollte, war die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass sie durch den Sauerstoffmangel bleibende Hirnschäden und andere Organschäden davontragen würde. Sie schwebte immer weiter, viele Kilometer hoch über der Erde, und blieb dort fast eine dreiviertel Stunde lang.



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Freier Fall


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Harter Schlag

Als Ewa nur noch eineinhalb Kilometer über dem Boden war, ereignete sich etwas Unglaubliches. Ihr Schirm öffnete sich plötzlich wieder selbstständig. Sie schwebte wieder ruhig weiter! Der Ruck, der dabei durch den Schirm ging, schüttelte sie wach. Als sie wieder bei Bewusstsein war, schaute sie sich um und stellte fest, dass sie immer noch mitten im Unwetter gefangen war.



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Große Gefahr

Da sie jetzt wieder schwebte, war die Gefahr des freien Falls gestoppt. Sie stieg auch nicht wieder in die Höhe, trotzdem befand sie sich nach wie vor in großer Gefahr.



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Panik

In der Zwischenzeit herrschte am Boden, ganz in der Nähe des abgelegenen australischen Städtchens Manilla, echte Panik. Das deutsche Gleitschirmteam fuhr ständig im Kreis, fieberhaft auf der Suche nach ihrer Freundin Ewa. Der österreichische Gleitschirmflieger Gerald, der in der Scheune Schutz gesucht hatte, erreichte die anderen und erzählte ihnen, dass Ewa vom Sturm in die Höhe gesogen worden war.



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Traum

Ewa hatte schon immer eine erfolgreiche Gleitschirmfliegerin werden wollen. Als sie den Sport entdeckt hatte, war sie sofort süchtig nach ihm geworden.



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Schwer verletzt

Im August 2006 wurde Ewa bei einem Trainingsunfall in den Schweizer Alpen schwer verletzt. Sie brach sich das Becken. Die Verletzung schien ihre Teilnahme an den bevorstehenden Weltmeisterschaften in Australien in Frage zu stellen. Sie weigerte sich aber, diesen Traum aufzugeben.



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Bremsen

Inmitten dieses Alptraums gelang es Ewa, mit ihren inzwischen fast wieder aufgetauten Händen die Steuerseile des Schirms zu ergreifen.



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Ein kurzer Blick zum Boden

Alles, was sie um sich herum sah, waren nach wie vor dicke, dunkle Wolken. Doch für einen kurzen Augenblick konnte sie unter sich den Boden erblicken.



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Aufwärmen


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Antworten


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SMS-Nachricht

Der Empfang im offenen Feld, wo sich Ewa befand, war sehr schlecht. Sie musste erst das Eis, das ihr GPS bedeckte, wegkratzen, bevor sie ihre Koordinaten ablesen konnte.



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Aufwärmen

Ewas Team konnte ihre Position ausfindig machen und versorgten sie sofort.



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Verband

Ewa hatte in einer unglaublichen Höhe überlebt, war längere Zeit bewusstlos gewesen, hatte unter Sauerstoffmangel gelitten, war durch Blitze geflogen und hatte extreme Kälte und brutale Windböen überstanden



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Unfassbare Höhe


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Kleine Jets


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Zurück zum Ort des Geschehens

Ewa Wisnierska Nahtoderfahrung hielt sie nicht davon ab, ihren Traum wahr werden zu lassen.

Sie war nach wie vor fest entschlossen, an den Weltmeisterschaften im Gleitschirmfliegen in Australien teilzunehmen. Es dauerte sogar nur ganze sechs Tage nach dem Unfall, bis sie schon wieder in der Luft war. Ewa kehrte zu der Stelle zurück, an der alles so schiefgelaufen war, oben auf Mount Borah. Durch ihre heftigen Erlebnisse war sie dieses Mal von den Medien umringt, trotzdem startete sie problemlos vom Berg.



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Gestorben


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Training

Ewa hat mit den Gleitschirmwettbewerben einfach weitergemacht und konnte viele Trophäen erobern. Heute gibt sie der nächsten Generation von Gleitschirmfliegern Unterricht, aus denen vielleicht eines Tages auch Champions werden. Sie ist auch Teil einer Organisation, die sich auf Kurse zur persönlichen Entwicklung spezialisiert hat. Sie ist aber immer noch keine gewöhnliche Lehrerin.