Frau (23) schickt vier Jahre lang verstorbenem Vater täglich SMS und bekommt plötzlich Antwort

Frau (23) schickt vier Jahre lang verstorbenem Vater täglich SMS und bekommt plötzlich Antwort

Den eigenen Vater zu verlieren, ist natürlich für jeden ein Alptraum. Wenn man einen Elternteil verliert, bricht für einen die Welt zusammen; das Gefühl muss einfach schrecklich sein. Diese Erfahrung möchte niemand machen, aber letzten Endes wird wohl niemand diesem Schicksal entkommen können. Wenn ein Elternteil aufgrund seines Alters verstirbt, ist dies schon schmerzlich genug, damit sollte man aber noch leben können. Sterben die Eltern allerdings bereits plötzlich in jungen Jahren, behält man ein Trauma für das ganze Leben.

Ein solches Trauma hat leider Chastity Patterson erlitten. Die amerikanische Frau war erst 19 Jahre alt, als sie ihren Vater verlor. Ligons kam bei einem schweren Autounfall ums Leben, und auch vier Jahre später hatte Chastity den Schock noch immer nicht überwunden.

Sie entschied sich dazu, nicht ganz von ihrem Vater Abschied zu nehmen. Natürlich tat sie dies während der Beerdigung, Chastity litt aber so sehr an dem Verlust, dass sie den ‚Kontakt‘ zu ihrem verstorbenen Vater auf merkwürdige Weise am Leben erhielt. Durch SMS Nachrichten, die sie an die Nummer ihres Vaters schickte, hielt sie ihren Vater über den weiteren Verlauf ihres Lebens und ihren Gemütszustand auf dem Laufenden.



Chastity hatte mal wieder beschlossen, ihrem Vater eine SMS zu schicken.

Chastity hatte mal wieder beschlossen, ihrem Vater eine SMS zu schicken. Ihr Vater hätte am nächsten Tag seinen Geburtstag gefeiert; schon zum vierten Mal seit seinem Tod feierte Chastity dies auf ihre eigene Weise. Der Tag war immer schwer für sie, darum wollte sie ihm wie schon so oft wieder einmal eine SMS schicken:

‚Hallo Papa, ich bin’s. Morgen kommt wieder ein schwerer Tag!‘, schrieb sie, ohne eine Antwort zu erwarten. Schon seit vier Jahren schickte sie SMS Nachrichten an ihren Vater bzw. an dessen alte Telefonnummer. Sie besiegte den Krebs, beendete ihr Studium, verliebte sich, litt an einem gebrochenen Herzen, steckte bis zum Hals in Problemen und fand jemandem, der ihr wieder aus dem Tal hinaushalf. Sie hat noch keine Kinder, ist aber eigentlich bereit für welche. Vor der Ehe fürchtet sie sich ein bisschen, denn Ligons würde sie nicht zum Altar bringen können. All diese Dinge schrieb sie in ihren SMS an ihren verstorbenen Vater. Dann bekam sie aber vollkommen unerwartet eine Antwort, was ihr einen enormen Schrecken einjagte!

Zu ihrer großen Überraschung wurde auf einmal eine ihrer SMS Nachrichten von Jason Ligons beantwortet. Die Antwort verbreitete sich schnell um die ganze Welt, als sie sie auf Facebook teilte.



„Hallo Schatz, ich bin nicht dein Vater, ich bekomme nun aber schon seit vier Jahren deine Nachrichten“, schrieb die Person.

„Hallo Schatz, ich bin nicht dein Vater, ich bekomme nun aber schon seit vier Jahren deine Nachrichten“, schrieb die Person. „Ich freue mich immer auf deine Nachrichten am Morgen und auch auf deine nächtlichen Updates. Ich heiße Brad. Ich verlor meine Tochter bei einem Autounfall im August 2014; deine Nachrichten haben mich am Leben erhalten. Wenn du mir eine SMS schickst, weiß ich, dass es eine Botschaft Gottes ist.“

Brad schrieb weiter, dass er Patterson schon seit langem antworten wollte aber ‚ihr nicht das Herz brechen wollte.‘ „Du bist eine ganz außergewöhnliche Frau und ich hätte mir gewünscht, dass meine Tochter genauso wie du geworden wäre. Vielen Dank für deine täglichen Updates. Du erinnerst mich jeden Tag daran, dass es einen Gott gibt und dass es nicht seine Schuld ist, dass meine Tochter nicht mehr lebt. Er hat mir dich geschenkt, meinen Engel; ich wusste, dass dieser Tag kommen würde.“

Brad schloss seine Nachricht mit den Worten, dass er ’sehr stolz ist‘ auf Chastity Patterson und dass er sich schon auf ihre nächste SMS freuen würde.



iMessage

Nachdem sich ihre Geschichte im Internet rasend schnell verbreitet hatte, teilte Patterson bei einem Update auf Facebook mit, dass Jason Ligons nicht ihr biologischer Vater gewesen war. „Aber auch Blutsverwandtschaft hätte ihn mir nicht näher bringen können.“ Ligons starb 2015 bei einem Autounfall. Er war erst 36 Jahre alt.

Patterson betonte, dass sie ihn als ihren Vater gesehen hatte, obwohl ihr eigener biologischer Vater noch lebte. „Ich kannte ihn mein ganzes Leben lang“, schrieb sie. „Er hat keinen einzigen Schulauftritt, keine Party und keinen Sportwettkampf von mir verpasst, und wir hatten auch viele lange Gespräche über meine Einstellung. Mit ihm habe ich geheult, habe ihm alles erzählt und wurde sogar ganz selbstständig, weil er sich die Zeit genommen hat, mich zu lieben und mir zeigte, was Glück ist. Darum, ja, Jason war mein Vater, aber er war zugleich auch Vorbild für viele Kinder unserer Stadt.“