Ein vergessenes Haus für 3 Millionen war seit 1895 unbewohnt, bis sich jemand endlich hineinwagte

Ein vergessenes Haus für 3 Millionen war seit 1895 unbewohnt, bis sich jemand endlich hineinwagte


Vergessen

Die englische Hauptstadt gewann jedoch zunehmend an Beliebtheit. Sie wurde moderner, lebhafter und erblühte zu einer großen Stadt, die sehr viele Menschen anzog. Das Haus wurde zuletzt 1890 bewohnt. Seither geriet das nostalgische Gebäude langsam in Vergessenheit. Es blieb jahrelang unbewohnt. Niemand traute sich viele Jahre in das Haus hinein.



Unberührt

Weil das Haus von niemandem betreten wurde, blieb sein Inneres völlig unberührt, wodurch man sich dort in einer Art Zeitmaschine wähnt. Die Zeit war in diesem Haus wirklich stehengeblieben, alles war dort noch genauso wie im 19. Jahrhundert. Das Haus befand sich in perfektem Zustand.



‘Herrenhaus’

Das historische Gebäude, das zur Zeit als eines der vergessenen Herrenhäuser bezeichnet wird, wurde von Thomas Andrews entworfen. Die erste Eigentümerin der Wohnung war die Witwe eines reichen jüdischen Kaufmanns. Nachdem sie verstorben war, zog der Braumeister Harry Charrington in das enorme Haus.



Beschädigungen

Das Malplquet House war von Mauern aus Beton und eisernen Gittern umgeben. Die Mauern waren an der Innenseite mit historischen Artefakten bedeckt, was das Haus zu etwas ganz Besonderem machte. Dann brach aber der 2. Weltkrieg aus, während dem das Haus durch mehrere Luftangriffe schwer beschädigt wurde.



Sammlung

Das Haus war schwer beschädigt, und es dauerte bis Ende der 90er Jahre, bevor der Museumsdirektor Tim Knox und der Landschaftsarchitekt Todd Lonstaffe-Gowan die Wohnung kauften, um dort ihre umfangreiche Sammlung an Kunst und Antiquitäten unterzubringen.



Wiederaufbau

Das Malplaquet House wurde zum größten Teil in seiner alten Pracht wieder hergestellt. Es wurde auch wieder genauso eingerichtet, wie es früher dort ausgesehen hatte. Sogar das WC erhielt wieder die historische Einrichtung mit unterschiedlichen Gemälden.



Jagdtrophäen

Trotz der Schäden während des 2. Weltkrieges, blieb die Eingangshalle und das Treppenhaus unberührt. Es war seit 1795 unverändert und mit Jagdtrophäen aus jener Periode gefüllt. Jedes Zimmer besaß die ursprüngliche Einteilung. Auch das Esszimmer. Man hatte versucht, auch diesen Raum genauso nachzuahmen wie vor seiner Beschädigung.



Zum Verkauf

Der Keller war so groß und beeindruckend, dass er genügend Raum bot, um aus ihm einen Weinkeller zu machen.

Nach vielen Jahren wurde die Wohnung 2016 wieder zum Verkauf angeboten. Der englische
‘Daily Telegraph’ beschrieb das Gebäude als das ‘möglichweise schönste und am besten restaurierte Georgianische Privathaus des ganzen Landes’.

Allerdings hatte das Haus auch einen dementsprechenden Preis. Wer dieses Haus kaufen wollte, musste nicht weniger als 3 Millionen englische Pfund auf den Tisch des Hauses legen. Pluspunkt war dabei, dass das ganze Interieur ebenfalls dem Käufer gehören würde.