Archäologen lösen nach Tausenden von Jahren Geheimnis der Pyramiden

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Die Pyramiden von Gizeh gehören zweifellos zu den bekanntesten und imposantesten Bauwerken aller Zeiten. Sie sind gigantisch und beeindruckend und werden sehr gerne fotografiert. Die Pyramiden umgibt aber auch schon immer ein Geheimnis. Schon seit Jahrhunderten gibt es ungelöste Fragen zu den Pyramiden. Warum wurden sie erbaut? Und vielleicht noch interessanter: Wie wurden sie erbaut?



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Historische details

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Schon vor langer Zeit haben Ägyptologen einige Theorien zum Bau der Pyramiden entwickelt, die als wahrscheinlich angesehen werden. Man kam zu der übereinstimmenden Meinung, dass sie im Auftrag der Pharaonen erbaut wurden, die hierzu die besten Architekten jener Zeit in Dienst nahmen. Anschließend mussten Sklaven die Pyramiden erbauen. Auch über die verwendete Bautechnik ist man sich recht einig. Die Arbeiter sollen Meisel aus Kupfer verwendet haben, um die Steine in die gewünschte Form zu bringen. Anschließend wurden die Steine zu ihrem Bestimmungsort transportiert. Aber ist es wirklich so abgelaufen?



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Die zuverlässigsten Informationen?

Auch die griechischen Philosophen waren zu dem Schluss gelangt, dass die Ägypter zum Bau der Pyramiden Sklaven eingesetzt hatten. Griechische Historiker wie Herodot und Diodor schrieben ihre Annahmen zum Bau der Pyramiden sehr detailliert auf. Die Frage ist aber, inwieweit diese Quelle zuverlässig ist. Herodots Beschreibungen zum Bau der Pyramiden gelten immer noch als die zuverlässigsten Quellen zu diesem Thema angesehen. In jüngster Zeit zweifeln Archäologen aber zunehmend an seinem Werk. Sie denken, dass er zu einseitig beschreibt und nur eine Seite der ganzen Geschichte wiedergibt.



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Aliens?

Obwohl die Theorie nicht sehr verbreitet ist, gibt es auch eine ganze Menge Menschen, die glauben, dass Außerirdische beim Bau der Pyramiden von Gizeh eine Rolle gespielt haben könnten. Eines der Argumente, die hierzu angeführt werden, ist die Tatsache, dass die Pyramiden exakt so ausgerichtet sind wie der Gürtel des Orion, ein Sternbild, das aus drei Sternen besteht. Zudem befinden sich die Pyramiden in einem wesentlich besseren Zustand als andere Pyramiden, die viel später errichtet wurden, was merkwürdig wäre, wenn sie ebenfalls von den alten Ägyptern errichtet wurden. Was wäre aber, wenn die Pyramiden nicht von Aliens und auch nicht von den alten Ägyptern erbaut wurden, sondern von einer anderen Gruppierung?



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Hebräische Sklaven?

Die ersten Hinweise zu den Erbauern der Pyramiden stammen aus biblischen Geschichten. Im Buch Exodus wurden die Israeliten versklavt. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Pyramiden von ihnen erbaut wurden, nach Meinung von Historikern ist dies aber eher unmöglich. Die Pyramiden von Gizeh wurden um das Jahr 2580 vor Christus erbaut, die Israeliten wurden aber erst im 13. Jahrhundert vor Christus zu Sklaven gemacht. Das könnte bedeuten, dass die alten Bauwerke noch weit älter sind, als Archäologen bisher dachten und dass sie von einer noch älteren Zivilisation als den alten Ägyptern errichtet wurden. „Sie müssen von einem Volk erschaffen worden sein, das viel fortschrittlicher war, als wir jemals waren“, sagt der Experte Gerry Cannon. Viele Autoritäten auf dem Gebiet der Ägyptologie lehnen diese Theorie jedoch ab, aber hierdurch entstand auch eine neue Diskussion über die Herkunft der Pyramiden.



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Andere Theorien

Einer der angesehensten Ägyptologen seiner Zeit, Miroslav Verner, glaubte, dass es eine Hierarchie gab, um den Bau der Pyramiden zu realisieren. Seiner Meinung nach wurden 100.000 Mann benötigt, die in vielen Teams mit unterschiedlichen Aufgaben versehen wurden. Auch sie waren wie eine Pyramide organisiert. Ein anderer Ägyptologe, John Romer, ergänzte hierzu, dass für den Bau der Pyramiden vermutlich eine enorme Planung stattgefunden haben musste. Er vermutet sogar, dass die Planer ein großes Modell hatten, das exakt in seinen Abmessungen übereinstimmte. Auf diese Weise konnten die Erbauer wesentlich genauer ihre Arbeit tun. Nach Romers Meinung dauerte der Bau der Pyramiden vermutlich 14 Jahre. Inzwischen gibt es aber noch jemanden, der mit seinen Untersuchungen noch weiter geht.



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Egyptologist Mark Lehner

Mann mit einem Plan

Einer der wichtigsten Forscher auf dem Gebiet der Pyramiden ist heute Mark Lehner. Er hat bereits zahlreiche bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Er entdeckte mit seinem Team z.B. eine Stadt, die heute als ‚die Verlorene Stadt‘ bekannt ist. Ganz in der Nähe entdeckte er zudem einen Hafen, was bedeuten könnte, dass das Gebiet der Pyramiden einst vielleicht viel wichtiger für die Bevölkerung war, als man bisher annahm. Er untersuchte ebenfalls die Pyramiden auf Basis einiger faszinierender Theorien. Er glaubt z.B., dass nur 14.500 bis 40.000 Mann nötig waren, um die Pyramiden zu errichten. Zudem glaubt er, dass die Pyramidenbauer auf Schanzen wohnten, die zum Bau der Pyramiden benötigt wurden. Nach einem Arbeitstag hätten sie dann diese Schanzen, nach Lehners Meinung, nahe der Pyramiden ‚geparkt‘.



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Entdeckung des Jahrhunderts

Lehners Forschung kam aber erst so richtig in Fahrt, als im Jahr 2013 etwas entdeckt wurde. Eine uraltes Stück Papyrus wurde gefunden, in einer Grotte bei Wadi al-Jarf. Es ist offiziell das älteste Stück Papyrus überhaupt: es reicht über 4500 Jahre in die Vergangenheit zurück. Der Text, der komplett in Hieroglyphen verfasst ist, enthüllte Details zum Bau der Pyramiden, über die Archäologen und Historiker bisher nur hatten spekulieren können. Der unglaubliche Fund war Pierre Tallet gelungen. Nach seiner Entdeckung benötigte er fast fünf Jahre, um das alte Stück Papyrus zu entziffern. „Seit seiner Entdeckung war bereits recht schnell klar, dass es sich dabei um das älteste Stück Papyrus handelte, das jemals gefunden wurde.“ Tallet war sich bewusst, dass es die Ägyptologie auf den Kopf stellen würde. Welche Geschichte erzählte nun aber dieser außergewöhnliche Fund?



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Das Tagebuch von Merer

Ein alter Ägypter namens Merer beschrieb sehr detailliert die Anstrengungen Ägyptens bezüglich der Großen Pyramiden. Die Gruppe setzte sich aus einer großen Zahl sehr fähiger Ingenieure zusammen. Die Arbeiter verwendeten Boote, um mit ihnen insgesamt über 170.000 Tonnen Steine über den Nil zu transportieren. Zum ersten Mal hielten Ägyptologen eine Quelle aus erster Hand zum Bau der Pyramiden in Händen. Zudem beschrieb Merer auch noch etwas anderes fantastisches: ein umfangreiches System aus Kanälen, damit der Transport des Materials so effizient wie möglich verlaufen konnte. Diese Kanäle verbanden den Nil mit dem Gebiet, in dem die Pyramiden errichtet wurden. Woher kam aber das Material? Das sollte sich später klären.



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Eine unzweifelhafte Wahrheit

Am Ende war es Mark Lehner, der die letzten Puzzelstücke bei einer indirekten Kooperation zusammenfügte. Lehner und sein Team entdeckte das verlorene Kanalsystem von Giza, wodurch Merers Tagebuch noch glaubwürdiger wurde. Durch sowohl Merers Tagebuch als auch das Kanalsystem halten nun Forscher sehr viele neue Beweise in Händen, um eine neue Theorie zur Herkunft der Pyramiden aufzustellen. Tallet, Lehner und die anderen konnten mit ihnen einige wichtige Tatsachen bestätigen, die bisher nur als Gerüchte galten. Die wichtigste Erkenntnis ist, dass Merers Tagebuch bestätigt, dass Boote und Kanäle eine sehr wichtige Rolle beim Bau der Pyramiden von Gizeh spielten. Die beiden wichtigsten Materialien, Granit und Kalkstein wurden von Aswan und Tura hertransportiert. Was bedeuten nun diese Funde für die Zukunft der Ägyptologie?



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Die Zukunft der Ägyptologie

Die drei Funde haben eine starke Verbindung zueinander und scheinen eine neue ‚Schicht‘ den Theorien hinzuzufügen, die Ägyptologen und Historiker wie Herodot, Gerry Cannon und Miroslav Verner mit den Jahren erdacht haben. Die Suche nach den verborgenen Geheimnissen des alten Ägyptens wird aber unvermindert weitergehen. Es scheint aber so, als ob endlich einige der größten Geheimnisse der Pyramiden gelüftet worden wären, was die Ägyptologen sicher weiter anspornen wird, das nächste große Geheimnis in der Ägyptologie zu enträtseln.